Wer ist mein Nächster?

So fragte einst ein gelehrter Mann, um sich zu rechtfertigen. Er hatte die Auseinandersetzung mit Jesus gesucht, wurde aber von seiner Gegenfrage überrascht. Jesus wollte von ihm, dem Gesetzeskundigen wissen, was denn im Gesetz geschrieben steht. Das konnte er nun auswendig zitieren: „du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst.“ Auswendig ja, aber inwendig? Die Probe hiess:“ du hast recht geantwortet; tue dies, und du wirst leben.“ Jetzt blieb nur noch die Flucht in die Unwissenheit. „Wer ist denn mein Nächster“.

 

Das Gleichnis vom Mann, der auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho überfallen wurde schenkt Klarheit. Ausgeraubt und arg zugerichtet war er dringend auf Hilfe angewiesen. Von den ersten zwei religiösenVorübergehenden liest man, dass sie auf der entgegengesetzten Seite weitergingen. Der nächste, ein verhasster Samaritaner, wurde beim Anblick des Verletzten innerlich bewegt und half ihm. Er gab seine Zeit und sein Geld um einen Fremden zu retten.

 

Das erlebte auch der Engländer Harry, der Ende 19. Jahrhundert in den Sudan reiste, um seine Freunde in der Armee des Königs zu suchen. Dabei verirrte er sich in der ausgedehnten Wüste und lag sterbend am Boden. Ein Einheimischer fand ihn so, pflegte ihn und sorgte für ihn. Auf Harrys erstaunte Frage weshalb sein Helfer soviel für ihn tat, antwortete ihm dieser „Gott hat dich auf meinen Weg gelegt“.

 

Auch wir haben Gelegenheit, auf die Nöte anderer Menschen zu reagieren. Zeigen wir ihnen christliche Nächstenliebe oder bleiben wir gleichgültig? Wie gehen wir mit Menschen um, die Gott auf unsern Weg gelegt hat?

 

Wochen-Zeitung, Rubrik „AUSZEIT“, 16. November 2006

Korpslosung

Ein ermutigender Bibelvers für dieses Jahr.

Nur er ist mein Fels

und mein Heil, dass ich

gewiss nicht fallen werde.

Psalm 62,3

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