Schweig und verstumme

Die ungewöhnliche Wetterlage gibt im Moment viel zu reden. Technisch ausgeklügelte Systeme erlauben Messungen, Beobachtungen und ziemlich genaue Vorhersagen. Man hat aus vergangenen Ereignissen gelernt und trifft mehr Vorsichtsmassnahmen. So durften zum Beispiel Kinder einiger Schulen den Unterricht früher verlassen, um noch vor den grossen Sturmböen sicher nach Hause zu kommen. Gegenstände, die zu gefährlichen Flugobjekten werden könnten, bindet man fest oder räumt sie weg. „Wir haben die Situation im Griff“ geben Befragte teilweise zu Protokoll. Gut oder vielleicht doch nicht? Werden die aufgehäuften Sanddämme von den gewaltigen Fluten nicht weggespült und sind die Winde wirklich so berechenbar?

 

In drei Evangelien lesen wir von einer gefährlichen Sturmlage. Nach einem anstrengenden Tag wollten die Jünger mit Jesus per Boot das andere Seeufer erreichen. Vom See Genezareth ist bekannt, dass es dort innerhalb kurzer Zeit zu schweren Stürmen kommen kann, und genau das passierte während der Überfahrt. Verständlich, dass sich die „Seefahrer“ fürchteten, als die Wellen in das Boot schlugen und sich dieses zu füllen begann, weniger verständlich, dafür umso erstaunlicher, dass Jesus dabei ruhig schlief.

 

Auf die erschreckten Hilferufe der Jünger stand Jesus auf, bedrohte den Wind und befahl dem tobenden See: „Still! Gib Ruhe!“ (Luther: Schweig und verstumme) Und: der Sturm gab Ruhe! „Warum habt ihr solche Angst?“ fragte Jesus. „Habt ihr denn immer noch kein Vertrauen?“

 

Wo suchen wir Halt und Sicherheit, wenn es in unserm Leben stürmt? Vieles ist weder berechenbar noch kontrollierbar. Plötzlich haben wir Dinge nicht mehr im Griff. Aber Jesus hat sie! Bei ihm kommen wir zur Ruhe. Vertrauen haben, heisst auch, ihm zutrauen, dass er drüber steht. Er kann alles zum Guten wenden.

 

Wochen-Zeitung, Rubrik „AUSZEIT“, Für Kalenderwoche 4

Korpslosung

Ein ermutigender Bibelvers für dieses Jahr.

Nur er ist mein Fels

und mein Heil, dass ich

gewiss nicht fallen werde.

Psalm 62,3

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